Feuerwehr von Edmonton verkürzt Reaktionszeiten und senkt Kosten durch eine Kombination aus Einsatzleittechnologie und hochpräzisen Kartendaten

Angesichts langer Reaktionszeiten und hoher Betriebskosten modernisierte Edmontons Feuerwehr das bestehende Einsatzleitsystem und integrierte die kommunalen Kartendaten, um die Einsatzprozesse zu beschleunigen, den Datenaustausch zu erleichtern und Kosten einzusparen.

Closeup image of an emergency dispatcher

Die Herausforderung


Die Feuerwehr von Edmonton (Edmonton Fire Rescue Services - EFRS) ist für Brandschutz, Rettung und Gefahrstoffbeseitigung in der Stadt Edmonton im kanadischen Alberta zuständig.

Angesichts der hohen Bedeutung, die schnelle Reaktionsabläufe für den Schutz von Leben, Gesundheit und Sachgütern haben, sind die Ansprüche an genaue, verlässliche und schnelle Routenführung und Einsatzleitung entsprechend hoch. Die EFRS entschied sich für einen stadtweiten Ansatz, wobei die städtischen Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben sowie die kommunalen Einrichtungen des Gesundheitswesens raumbezogene Daten untereinander austauschen und eine gemeinsame Kartendarstellung nutzen.

Im Zuge der Modernisierung des Einsatzleitsystems musste die EFRS die kommunalen raumbezogenen Datensätze in ihr Einsatzleitsystem integrieren, um die Arbeitsabläufe zu optimieren und sicherzustellen, dass die Einsatzteams die selben Karteninformationen nutzen wie die anderen Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben.

Die EFRS wollte zudem die Kosten senken, ohne die Effizienz der Einsatzleitung zu beeinträchtigen. Um dies zu erreichen, ließ man das System auf kommunaler Ebene in eine sichere IT-Infrastruktur integrieren und zudem effektive Prozesse entwickeln, um auf neue Kartendaten zugreifen und diese übernehmen zu können.


Die Lösung


Die Feuerwehr von Edmonton (EFRS) optimierte ihre Einsatzleitung mit einem neuen I/CAD-System von Hexagon Safety & Infrastructure, das neue Einsatzleitoptionen, Webfunktionalitäten und verbesserte mobile Anwendungsmöglichkeiten bietet. Das Upgrade umfasst auch Werkzeuge, um das raumbezogene Grundstücksverwaltungs- bzw. Katastersystem der Stadt Edmonton zu integrieren. Daraus ergaben sich verlässliche, kommunale GIS-Datensätze für die Nutzung im I/CAD-System der Feuerwehr.

Auf Grundlage der gemeinsamen Kartenbasis können Einsatzkräfte nun schnell und zuverlässig Informationen über Vorfälle austauschen. Die Verfügbarkeit genauer Kartendaten und die verbesserte Routenberechnung für Einsatzfahrzeuge tragen maßgeblich zum Erfolg des Quick-Accept-Systems der EFRS bei: Noch während der Disponent in der Einsatzzentrale telefonisch weitere Informationen zum Einsatz erfragt, können Einsatzkräfte zum Einsatzort entsendet werden. Dies ermöglicht eine bessere Bestimmung des Einsatzortes und senkt Kosten- und Zeitaufwand, indem Redundanzen bei der Datenpflege vermieden werden.

Das EFRS-System vermeidet mögliche Missverständnisse bei der Beschreibung von Einsatzorten und verknüpft sich zudem mit dem I/CAD-System der Gesundheitsbehörde von Alberta. Dies spart kostbare Zeit, wenn eine Situation vor Ort zusätzlich medizinische Versorgung erfordert.

Mit Hexagons mobiler Software können Einsatzkräfte Informationen austauschen, die für zukünftige Einsätze wichtig sind, unter anderem Straßensperrungen und defekte Hydranten. Die Informationen werden auf der gemeinsamen I/CAD-Karte dargestellt, sodass EFRS-Einsatzteams den Einsatzort schneller erreichen und Standortinformationen vor Ort im Fahrzeug erhalten und aktualisieren können.

Das vollzogene Upgrade des Einsatzleitsystems und die neuen mobilen Funktionen in Verbindung mit aktuellen kommunalen GIS-Daten unterstützen die EFRS beim Erreichen der Zielvorgabe, innerhalb von vier Minuten nach Verlassen der Feuerwache am Einsatzort zu sein.



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Feuerwehr Bouches-du-Rhône

Die Feuerwehr von Bouches-du-Rhône, Frankreich, setzt auf ein Einsatzleitsystem, um die Reaktionszeiten zu verkürzen und die Prozessabläufe zu modernisieren.

Die Lösung verbessert unsere internen Verfahren, sodass wir im Notfall sofort angemessen reagieren können. Allein der Quick-Accept-Prozess hat die Reaktionszeit von Edmontons Feuerwehr um mindestens 30 Sekunden je Vorfall reduziert.

Graeme Hubbick

Branddirektor Edmonton Fire Rescue Services (EFRS) Alberta Health Services